Losito Kunstpreis 2015

PREISTRÄGER

Erster Preis
Anton Schwarzbach

*1975 in Berlin, lebt in Berlin

ANTON SCHWARZBACH „Ton“ 2014 | digitale Pixelzeichnung auf Papier gedruckt und zusammen gefügt | Präsentationsmaß 80 x 110 cm

ANTON SCHWARZBACH „Ton“ 2014 | digitale Pixelzeichnung auf Papier gedruckt und zusammen gefügt | Präsentationsmaß 80 x 110 cm

Anton Schwarzbach nutzt die Mittel seiner Zeit – Computer, Drucker, gefundene Bilder und Texte –, um daraus künstlerisch autonome Arbeiten zu generieren. Die Ausdrucke erfolgen auf Din-A4-Blättern und werden erst anschließend zusammengefügt.
Das Ergebnis sind schwarzweiße Sujets, die wie mit Tusche gezeichnet wirken. Ihr ebenfalls klassischer, perspektivischer Aufbau wird von den Bild- und Textfragmenten konterkariert, denen Schwarzbach in seinen oft poetischen Montagen eine individuelle Ordnung gibt.
Die Jury erkennt darin eine profunde Auseinandersetzung mit den Konditionen der digitalen Ära. Gleichzeitig honoriert sie, dass Schwarzbach seit 2007 das Magazin »Prolog« herausgibt und seine künstlerische Arbeitsweise der Kollaboration hier konsequent fortführt, indem er anderen Kulturschaffenden eine Plattform für ihre Arbeit der »Jetzt-Zeit« (Schwarzbach) gibt.

aus: Jurybegründung Losito Kunstpreis 2015

 

 

Zweiter Preis
Biene Feld
*1960 in Greifswald, lebt in Berlin

BIENE FELD „Pfad“ 2015 | Öl auf Leinwand | 50 x 70 cm

BIENE FELD „Pfad“ 2015 | Öl auf Leinwand | 50 x 70 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biene Feld erarbeitet und entwickelt malerisch Räume mit landschaftlichem Hintergrund. Dabei bedient sie sich offener Strukturen wie geschichteter Malebenen. Dies ermöglicht, die Malhaut als geschrundete Oberfläche zu erfahren oder – in anderen Arbeiten – als offen strukturierten Topos. Die Konzentration auf farblich gestimmte Flächen geben dem Raum, der ihnen inne wohnt, Heimat und fassen so die entvölkerte Weite. Damit wird gegen den Zeitgeist erzählt. Die Jury ermutigt mit ihrer Entscheidung Positionen der Malerei, denen Farbe Freude ist und gleichermaßen Ausdruck gegenwärtiger Skepsis.
aus: Jurybegründung Losito Kunstpreis 2015

 

 

Dritter Preis
Christian Pilz
*1978 in Ascot/GB, lebt in Berlin

CHRISTIAN PILZ „Ohne Titel“ 2013/15 | Bleistift auf Papier | 120 x 150 cm

CHRISTIAN PILZ „Ohne Titel“ 2013/15 | Bleistift auf Papier | 120 x 150 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christian Pilz sucht zeichnerisch die labyrinthischen Konstruktionen eines Weltenbaus, der, obwohl reale Figurationen diese Architekturen bevölkern, nichts mit Realismus zu tun hat. Der Mensch – gleichwohl Erbauer dieser Welten – spielt kaum eine Rolle. Er ist dieser Welt hoffnungsloser Untertan, Staffage einer nihilistischen Zwecken dienenden, der Natur restlos entfremdeten Welt. Die unglaublichen, auch an Eschers optische Täuschungsmanöver erinnernden Zeichnungsgewebe von Christian Pilz sind Ausdruck eines Zeitgefühls, das unsere Gesellschaften nicht gerade als lichte Organisationsformen wertet.
Die Jury ist sowohl von seinem obsessiven Zeichenstil wie von seiner kritischen Intention überzeugt.

aus: Jurybegründung Losito Kunstpreis 2015

 

 

Ehrenpreis
Manfred Zoller
*1947 in Zeitz, lebt in Hohen Neuendorf b. Berlin

MANFRED ZOLLER „Roter Vorhang“ 2014 | Öl auf Leinwand | 80 x 100 cm

MANFRED ZOLLER „Roter Vorhang“ 2014 | Öl auf Leinwand | 80 x 100 cm

Manfred Zoller wird als einreichender Künstler geehrt für sein Lebenswerk, das der Spannung entspringt, sowohl Anschauung klassischer Malerei als auch sezierender Wissenschaftlichkeit ganzheitlich in Beziehung setzen zu können.
Seine Malkultur und seine dem Skulpturalen entstammende anatomische Lehre, sein Forminteresse und die wissenschaftliche Vermittlung dieser Erkenntnisse machen den Ehrenpreisträger in seinem siebenten Lebensjahrzehnt in den Einreichungen zu einer singulären Erscheinung.
Die Jury würdigt mit Hochachtung das überzeugende Gesamtwerk Zollers.

aus: Jurybegründung Losito Kunstpreis 2015

 

 

Katalog LOSITO KUNSTPREIS 2015 (PDF, 2,6 MB)

 

PRESSE

Der Tagesspiegel, 24. Oktober 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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MOZ, 22. Oktober 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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